chapter II feat. natalie chandra
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Heavy Metal 
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Das größte Plus der Schweizer Formation CHAPTER II dürfte neben ihren massentauglichen Songs die Sängerin Natalie Chandra sein. Ihr kraftvolles Organ, ihre Art des Singens und ihre angenehme mittlere Tonlage veredeln „Angelface“ und heben es im Vergleich zu manch einer anderen Veröffentlichung im Rockbereich doch etwas hervor – irgendwie zwischen ANOUK und ANASTACIA klingt die Tessinerin. CHAPTER II, das sind aber auch vor allem Gitarrist James Ender und Schlagzeuger Fredy Wiederkehr welche bei ihren Songs immer wieder klassischen Metal durchschimmern lassen („Soho“, „Scream“), ohne dabei richtig heavy zu werden. Wo dies songdienlich geschieht passt es auch voll zum angestrebten Sound der Band. Allerdings hätte dem eine oder andere Song durchaus etwas mehr Wumms gut zu Gesicht gestanden – die Riffs der ersten Sekunden und die Kompositionen hätten dies her gegeben. Unabhängig davon klingt „Angelface“ abwechslungsreich und detailverliebt wie z.B. der Crossover-mäßige Opener „Sulphur Anima“, der treibende und ins Ohr gehen Song „S.d.u.“, der mit Folk gewürzte Hit-Aspirant „Seventh Hour“, der flotte Hard Rocker „Stop Looking Away“ (mit Dudelsack und seinem GOTTHARD-Hammond-Part) und dem ausladenderen, fast schon epischen „Sekhmet’s Summoning“ (wieder mit Dudelsack). CHAPTER II feat. Natalie Chandra haben mit „Angelface“ ein interessantes, etwas auf Radio getrimmtes Album abgeliefert welches nicht nur in der Schweizer Rockgemeinde Freunde finden sollte. (hardy)

CHAPTER II FEATURING NATALIE CHANDRA..'ANGELFACE'

(Self Release) Reviewed 25th November 2009

Don’t panic, this is not a hip hop act, but a new rock band from Switzerland, Natalie Chandra is also an artiste in her own right. Founders guitarist James Ender and drummer Fred Wiederkehr met in a rock covers band called ‘Time Bandits’, and the music they produce is a big melting pot of classic rock, bits of Purple, Metallica, Queen, G&R, Lizzy, The Runaways, Lacuna, Nightwish, Paramore, Banshees, and goodness knows what else, all brought bang up to date. The songs career along like a runaway train, and are catchier than the bout of flu I’ve just had, but a damn site more fun. If this doesn’t get you dancing, then check your pulse. They also put lots of fun and interesting bits in the songs, folk singing, new age, bagpipes, guitar solos, electronica, orchestra, all sorts, which really bring a smile to your face, there’s always a surprise around the corner. There’s also plenty of variety, the hip beat of ‘Scorned’ , the strut of ‘Stupefy Myself’, and the Purplish boogie of ‘Synchronicity’ complete with a rollicking ‘Jon Lord’ organ solo. Two songs really stand out, the truly epic symphonic stomping metal of ‘Sukhmet’s Summoning’, and the jaw dropping final cut, ‘Slumber With the Bogeyman’ which I am struggling to describe, I’ll have a bash at symphonic, hip hop, rock, metal. In Natalie they have a major talent, she could sing the telephone directory and make it sound good. Her passion, power, lyrics and sheer presence leap out of the speakers, forget the X Factor, this lady has it by the bucket load. This is a truly outstanding debut, available at CD Baby (just search for Angelface), and well worthy of 9.5/10 (Reviewed by Phil)

Wie hat man sich in der Regel ein “Angelface”, ein Engelsgesicht vorzustellen? Weich, hübsch, mit einem warmen, gutmütigen Ausdruck? Mag alles sein, das Engelsgesicht der Schweizer Rock/Metalband Chapter II hat eindeutig harte und kantige Konturen, schaut aber keinesfalls böse drein.

Gemeinsam mit der Sängerin Natalia Chandra haben Chapter II eifrig im Studio gewerkelt, hauptsächlich waren Gitarrist James Ender und Schlagzeuger Fredy Wiederkehr damit beschäftigt, über ein Jahr lang an den insgesamt zwölf Tracks zu arbeiten. Die Grundidee war es, so informiert der Medientext, klassische und Worldmusic-Einflüsse mit rockig treibenden Rhythmen und prägnanten Gitarrenriffs zu mischen.

Das klingt vom Ansatz sehr spannend, reist einen im Ergebnis dann zwar nicht wirklich vollständig vom Hocker, ist aber korrekt, ansprechend und mit Detailliebe umgesetzt worden. Von den Beats, Gitarrenriffs und einigen elektronischen hat der Grundsound zuweilen etwas von den Bands des Genres „Neue Deutsche Härte“, dann wiederum sind Chapter II in den Metal-Spielarten (Epic-) Power-Metal und Gothic-Metal unterwegs, vermischen verschiedene Genre-Stilistiken zu ihrem Sound. Bands wie Nightwish, All Endes, Lacuna Coil und In Extremo, werden auf der MySpace-Seite von Chapter II als Einflüsse angeführt. Das ist durchaus hörbar, wobei man In Extremo dann doch mal außen vor lassen möchte. Brettharte Gitarrenriffs, majestätische Keyboards findet man ebenso wie elektronische Drum-Beats, einfache Synthie-Melodien kombiniert mit Spannung aufbauenden Streicher-Sounds.

Ebenso variabel agiert Sängerin Natalie Chandra, die eine Bandbreite von der klassischen Hardrock-Röhre bis zur Gothic-Metal-Chanteuse anbietet und auch beherrscht. Mindestens die ersten Songs sind mit viereinhalb bis fünf Minuten ein wenig zu lang geraten, nach etwas über zwei Minuten Spieldauer haben Sängerin und Band eigentlich alles gesagt und gespielt was der Track braucht. Insbesondere im Opener „Sulphur Anima“ fällt das ins Gewicht. Das kann auf die Dauer dann etwas langatmig werden, anders im dritten Song „Seventh Hour“, in dem nach gut zwei Minuten ein leidenschaftliches Wah-Wah-Gitarrensolo für Frische sorgt.

Fans der beschriebenen Stilrichtungen sollten „Angelface“ vielleicht mal ein Ohr (eventuell auch zwei) leihen.

Andreas Haug

(29.01.2010)

"Und lasset euch durch komische Bandfotos nicht zu falschen Rückschlüssen verführen", diesen abgewandelten Bibelspruch trifft auf die meisten Bands und insbesondere auf Chapter II feat. Natalie Chandra zu. Verführen einem tolle Bandfotos immer wieder zum Kauf von durchschnittlichen Alben, könnte es bei Chapter II genau umgekehrt laufen. Auf dem Bandfoto sind da sechs Männer im Alter zwischen 45 und 55 zu sehen, über welche in einen Mond eingefügt die attraktive junge Dame und Sängerin Natalie Chandra wacht. Nicht gerade vielversprechend, zumal es sich um eine billige Fotomontage handelt. Wer aber ein Ohr wagt, wird sehr positiv überrascht ob der Qualität unserer Landsmänner und –frau. Denn erstens kann die besagte junge Dame wirklich toll singen, zweitens beherrschen die sich noch viel jünger fühlenden Herren ihre Instrumente und drittens überzeugen die Kompositionen dieser Kooperation. In der vorbildlich gestalteten Bandinfo steht geschrieben, wie es zu dieser Kooperation kam. Gitarrist James Ender und Schlagzeuger Fred Wiederkehr wollten ein zweites Kapitel in ihrem Musikerdasein aufschlagen, fanden Mitstreiter und verschiedene Sängerinnen und Sänger. Die Idee, eine CD mit mehren Stimmen aufzunehmen, wurde schliesslich fallen gelassen und eine Scheibe alleine mit Natalie Chandra eingetütet. Die Dame nun verfügt über eine raue Rockröhre, die sich eher an Doro Pesch, Pink oder Sandra Nasic von den Guano Apes als an engelhaften Piepsern orientiert. Und sie beherrscht sowohl die harten wie auch die weichen Klänge. Besonders eindrücklich ist das im achtminütigen stampfer "Sekhmet's Summoning" zu hören. Hier und im Eröffnungstrack "Sulphur Anima" werden auch gezielt und kurz Dudelsäcke eingesetzt. Die restlichen zehn Lieder verpflichten sich gutem Rock der härteren Gangart, der geschickt mit verschiedenen Stimmungen arbeitet und nie langweilig wird. Dank der langjährigen Erfahrung der Musiker überzeugt "Angelface" mit Qualität. Finden Chapter II die richtigen Unterstützer, könnte durchaus Grosses daraus werden. Für den Moment bleibt zu hoffen, dass die Band genug Gelegenheit kriegt, sich live zu präsentieren und sich einen Fankreis aufzubauen. Mit "Angelface" ist schon mal ein guter Grundstein dafür gelegt.
Roger W.
Punkte: 8.0 von 10 

James Ender und Fredy Wiederkehr haben ein gutes Jahr an den Tracks gearbeitet und wollten eine Art Mixtur aus progressivem Heavy Metal, klassischen Einflüssen und Weltmusik schaffen. Durch die Hinzunahme von Sängerin Natlie Chandra haben ihren traditionellen Heavy Metal Songs gehörig Charisma eingehaucht und auch wenn die Weltmusikaspekte gering bleiben und stattdessen eher elektronische Beats und Keyboards eingesetzt werden, hat "Angelface" durchaus seine Reize. Die Riffs in "Soho" sind eingängig, mitreissend und erinnern etwas an NIGHTWISH, wobei CHAPTER II aber etwas mehr auf Rhythmen setzten und auf Ebm-Hintergrundeffekte setzen. In "Synchonicity" kommen auch Chöre zum Einsatz und so könnte man auch ENYA als Vergleich anbringen. Die Fusion gelingt dem Septett gut, aber das organische Klangbild bleibt bei so vielen Elementen die im Studio zusammengeführt werden irgendwie doch etwas auf der Strecke. Etwas weniger Technik und originale Backups statt Samples hätten "Angelface" bestimmt etwas fleischiger gemacht, aber man kann dieses kleine Manko verschmerzen. Heavy-Fans dürfte "Angelface" gefallen, weil hier harte Riffs auf powervolle weibliche Vocals und traditonelle Elemente und Experimente treffen. Doch, die Schweizer zeigen 12 Mal, dass man auch ohne Matte guten, einfallsreichen Heavy Metal spielen kann und dass man sich inhaltlich für den Umweltschutz einsett, macht sich Sache um so löblicher. (57:34) (6,5) Thomas Eberhardt

Das Sprichwort ist in leicht anderer Form allgemein bekannt: Hinter einem erfolgreichen Mann steht eine Frau mit der Reitpeitsche... Hinter einer erfolgreichen stehen - mindestens sechs gestandene Mannsbilder. Gestählt in anderen Bands und Projekten wollen es Gitarrist James Ender und seine Mitstreiter nun einfach einmal wissen. Gemeinsam mit Ender stammt Drummer Wiederkehr von den Time Bandits, die auch ihren Soundengineer Peter Krattiger zur Verfügung stellten. Zu ihnen gesellten sich im Laufe des letzten Jahres Bassist Urs Haller, Keyboarder Jürg Burkhard und Gitarrist Thomas Kesenheimer. Die Produktion von "Angelface" lief derweil bereits auf Hochtouren. Währenddessen probierten Chapter Two sich immer mal wieder mit einer neuen Leadvoice, ohne die Geduld dabei zu verlieren. Die richtige Stimme für den Sound fand sich schliesslich in der Tessinerin Natalie Chandra und belohnte Ender für seine Vorgehensweise. Etwas Glück mag auch dabei gewesen sein. Aber Chandra passt zu Chapter Two wie die Faust auf die Magengrube. Sie ist eine Mischung aus Doro Pesch und Tia Carrere. Letztere ist zwar keine eigentliche Musikerin aber durch ihre Rolle als Freundin des Hauptdarstellers im Metal-Blockbuster "Wayne's World" dennoch die total richtige Referenz. Chandra's Stimme ist leicht biestig angerauht und kann eine fantastische Dichte erzeugen. Der Sound von Chapter Two ist dafür wie gemacht. Moderner Metal, der genausogut auf klassische Gitarren und Dudelsäcke zurückgreifen darf wie auf elektronische Effekte und samtene Vocal-Parts. Das Resultat lässt sich nicht einfach nur so hören. Wäre Metal eine Revolution würden momentan Chapter Two mit der Fahne im Arm voraus rennen und den Sturm auf die Bastille anführen. Besonders eindrücklich ist, dass sich Harmonie und Kompromisslosigkeit keineswegs beissen müssen. Diese Band gehört zum Besten, was die Metal-Schweiz in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Und dabei ist das hier erstmal nur das Debut...

Dass sie ihren Front-Of-House-Mischer im Booklet als reguläres Bandmitglied auflisten, ist nicht das ungewöhnlichste an CHAPTER II. Die Schweizer vereinen in ihrem rockigen Sound so viele Facetten, dass man beim ersten Hören noch gar nicht alle kleinen Details und Spielereien erfassen kann. Dabei reicht die musikalische Spannweite von bratendem Industrial-Riffing (besonders deutlich in "Sekhmet's Summoning") bis hin zu folkloristischen Weltmusik-Elementen wie den "Schügürüm"-Gesängen in "Seventh Hour".

Dass daraus mehr als nur eine verwirrende und zerrüttete Achterbahnfahrt der unterschiedlichsten Stilistika entsteht, liegt in erster Linie an der fabelhaften Gesangsleistung von Sängerin Natalie Chandra, der CHAPTER II große Freiheiten eingeräumt haben. So nehmen sich die Instrumentalisten über weite Strecken stark zurück und zeigen ihre deutlich vorhandene Klasse eher im perfekten Zusammenspiel, das extrem tight und songorientiert wirkt. Vereinzelt blitzt dennoch jenes technische Genie durch, das "Angelface" eine besondere Note verleiht.

Am Massengeschmack dürfte das Album dennoch komplett vorbeigehen. Hier passieren so viele im ersten Moment völlig widersprüchliche Dinge gleichzeitig, dass man der Musik extrem viel Aufmerksamkeit widmen muss, bevor sie endlich zündet. Und auch dann bleiben noch viele Ungereimtheiten zurück, die den positiven Gesamteindruck trüben. Das Songwriting hätte stellenweise noch kompakter, die ein oder andere Wiederholung gestrichen werden müssen. Die offensichtlich per Synthesizer emulierten Dudelsack-Klänge wirken so steril und kalt, dass man froh ist, dass sie nur in einigen Stücken zum Einsatz kommen und dort auch eher atmosphärische Background-Klänge als die eigentliche Melodieführung übernehmen. Trotzdem ist "Angelface" kein schlechtes Album, das an vielen Stellen eine ganz eigene Magie entwickelt, die den Zuhörer dauerhaft in ihren Bann zieht.

Punkte: 6/10

(Xeledon / 30.01.2010)

Hinter dem Bandnamen Chapter II stecken die Schweizer James Ender (Gitarre) und Fredy Wiederkehr (Drums), die an dem hier vorliegenden Debütalbum Angelface über ein Jahr lang feilten. Als Sängerin konnte Natalie Chandra gewonnen werden, die unter ihrem eigenen Namen eine Melodic Rock-Band am Start hat. Doch der soll hier nicht der Fall sein, denn laut Promozettel liegen hier "klassische und Worldmusic-Einflüsse mit rockig treibenden Rhythmen und prägnanten Gitarrenriffs" vor.

Das ist aber nur die eine Wahrheit, denn auf der anderen Seite erinnert das Septett ein ums andere Mal an eine Mischung aus epischem Power Metal und Gothic (Rock). Die Idee diese Art Musik mit einer Dame am Mikro umzusetzen ist freilich auch nicht die neueste, aber so lange das Ergebnis passt, ist das auch schon wieder in Ordnung. Und das passt in der Tat wenn auch nicht in allen Punkten. Das fängt zum Beispiel schon mal ganz gut im Opener "Sulphur Anima" an. Recht flott und eindringlich rockt sich der Song mit elektronischen Einsprengseln und Dudelsack im Refrain ins Ohr. Auch die nachfolgenden "S.d.u." und "Seventh Hour" (klasse Song, zu dem es auch einen Videoclip gibt) gehen mit erhöhtem Tempo voran und eignen sich sehr gut zum Mitwippen bevor bei "Scorned" das Tempo stark gedrosselt wird. Hier klingen Chapter II ein wenig nach Lacuna Coil. Nach dem etwas schwerfälligen Midtemposong "Stupefy Myself" folgt mit "Soho" ein straightes und sehr eingängiges Lied, das durch geflüsterte Passagen ein düsteres und mystisches Flair erhält. Das danach sehr getragene und rifflastige "Synchronicity" (kein Police-Cover) erzeugt ebenso eine geheimnisvolle Atmosphäre, bei der die Stimme von Natalie Chandra stark zu Geltung kommt. "Stop Looking Away" darf wieder etwas mehr rocken und die Dudelsäcke werden auch hier wieder ausgepackt. "Scream" pendelt sich danach in Nightwish-Regionen ein, was sich allein schon beim Refrain bemerkbar macht. Richtig episch und mit der kompletten Bandbreite ist "Sekhmet's Summoning" ausgestattet. Ist ganz gut gemacht, wenn auch eine Spur zu lang. "Sometimes" beginnt als Ballade, steigert sich aber im Tempo und weiß durch Tempowechsel zu gefallen. Etwas vertrackter und schwer zugänglich beendet "Slumber With The Bogeyman" das Album.

Die Songs an sich gehen in Ordnung und sind handwerklich gut umgesetzt, auch wenn die Instrumentierung an einigen Stellen schon sehr spartanisch bzw. einfach ausfällt. Das allerdings ist nicht so schlimm. Da ist es schon "schlimmer", dass die Produktion ohne den dringend notwendigen Druck auskommt. Die Stimme von Natalie Chandra klingt leider auch nicht immer passend, auch wenn sie durchaus genügend Eigenständigkeit und Facettenreichtum an den Tag legt. Nur sollte sie tendenziell von den unteren Spuren auf die mittleren oder oberen wechseln, denn da klingt sie weitaus souveräner. Durch die Mischung der verschiedenen Elemente (Elektro, Metal, Folk, Streicher) ist Angelface eine durchaus abwechslungsreiche Scheibe geworden, auch wenn ich mir die ganze Zeit die Fragen stelle, ob das wirklich ein Engelsgesicht ist, was auf dem Cover zu sehen ist und warum eigentlich alle Songtitel mit dem Buchstaben "S" anfangen...

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Andi

Die Schweizer von Chapter II, die für “Angelface” Sängerin Natalie Chandra verpflichten konnten, mischen sehr augenscheinlich klassische und ausgesprochen gefällige Riffs  mit modernen, klar definierten New Word Einflüssen, tightem Drumming und den von Natalie sehr frei interpretierten Vocals, bei denen man ihr volle Kunstfreiheit ließ. Treibender Modern Metal dürfte die beste Umschreibung für die Musik von Chapter II sein. Die oben erwähnten New World und experimental Einflüsse sind dabei gar nicht so schlimm, wie man nun vermuten mag. Meist dezent und sehr stimmig in die Songs eingebettet erklingen sie in Form von Dudelsäcken (wie beim Opener „Sulphur Anima“ als Unterlegung des Klasse Refrain) oder als spacig, sphärige Keyboards in der meisten der Stücke. Aber auch mini shanty Interpretationen wie im Mega Ohrwurm „Seventh Hour“ kann man entdecken sowie viele weitere  kleine Details. Hat man sich in den anfangs (dieser Moment herrscht nur kurz vor) ungewohnten Mix aus Natalies kraftvoller, variabler Stimme und den zu Beginn leicht befremdlichen, weil ungewohnten Influenzen als Zutaten gewöhnt, entfaltet sich ein faszinierendes Album, bei dem vor allem die coole Gitarrenarbeit von James Ender immer wieder Akzente setzen kann. Mit „Scorned“, einer hypnotischen Halbballade, dem flotten geradlinigen und super eingängigen „Soho“ und dem zwischen knackigen Riffs schwankendem „“Stop Looking Away“ bietet man zudem eine erfrischende musikalische Bandbreite , die „Angelface“ definitiv nicht langweilig werden lässt. Ein wirklich interessantes Album, das man ohne Frage allerdings mögen muss, einigen wenigen zu modern sein dürfte, dafür aber eine Menge frischer, schicker Songs besitzt, die absolute Beachtung verdienen.

RAVENHEART.UK